Damen 1: Nächste knappe Niederlage
Am Samstagnachmittag fuhren die Damen nach einer dreiwöchigen Spielpause zu den noch ungeschlagenen Gossauerinnen in die Halle mit dem lauschigen Namen Buchenwald. Dass es auf dem Spielfeld kaum lauschig werden würde, war aufgrund der Ausgangslage klar. Aber man wusste auch, dass man an einem guten Tag durchaus in Schlagdistanz zum Gegner liegen würde.
Das Spiel begann und beide Teams waren von Beginn an zwar engagiert, aber doch etwas behäbig unterwegs. Ins dritte Spiel der Vo’n’Dü‘s schlichen sich ausserdem ungewohnt viele Fehler, welche die Gossauerinnen mit Tempo-Gegenstössen bestraften. Nachdem man dann auch im 6:6 zu wenig konsequent agierte stand es plötzlich 9:2 für das Heimteam. Dies war insofern erstaunlich, weil handballerisch, technisch und physisch eigentlich keine Unterschiede zwischen den beiden Teams ersichtlich waren. Wie auch immer, nun machten plötzlich die Gossauerinnen ein paar Fehler und die langen Gesichter der Vo’n’Dü‘s wurden von Minute zu Minute wieder zuversichtlicher. Mit dem nötigen Selbstvertrauen traf man nun auch im Positionsangriff regelmässig und der Vorsprung des Heimteams schmolz wie Gossauer Eberele Käse bis zur Pause auf 12:9 zusammen.
Auch im zweiten Durchgang waren die Gäste zu Beginn das engagiertere Team, agierten nun aber etwas zu hastig. Trotzdem ging die Aufholjagd weiter und nachdem Lisa ihr Visier justiert hatte, lagen die Vo’n’Dü‘s nach einer Triplette ihrerseits doch tatsächlich mit einem Tor in Front. In 30 Minuten hatte man also 8 Tore mehr erzielt als der Leader, die beiden Punkte lagen in Reichweite. Doch wie schon gegen Romanshorn und Fides agierte man im entscheidenden Moment zu wenig kaltblütig und verschoss einmal mehr die entscheidenden Grosschancen. Schlussendlich die zweite unglückliche Niederlage. Auch wenn die Handball Fortuna den Vo’n’Dü‘s bisher nicht wohlgesonnen ist, muss selbstkritisch angeführt werden, dass an diesem Nachmittag die Leistung nicht stabil genug war um auswärts beim Leader zu Punkten.
Weiter geht es in zwei Wochen Zuhause, erstmals im Gries, gegen den Aufsteiger Wil, welcher nach anfänglichen Schwierigkeiten mit einem Sieg gegen Fides aufhorchen liess. Sicher keine leichte Aufgabe, aber einfache Gegner gibt es in der traditionell starken Ostgruppe sowieso nicht.