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31.01.2019

Damen 1: Mit «Pflichtsieg» ins Finale

Mit «Pflichtsieg» ins Finale

Der Ausdruck «Pflichtsieg» macht in etwa gleich wenig Sinn wie «Alternative Fakten». Trotzdem wurde er im Vorfeld des ZHV Cup Halbfinals der Vo'n'Dü's gegen das Ustermer FU18 oft gehört.

Doch  was von aussen als logisch erscheint – nämlich ein Sieg der gestandenen Vo'n'Dü's Frauen gegen die blutjungen FU 18 Girls – ist dann in Realität eben nicht immer so einfach umzusetzen und genau diese «Pflichtsiege» fallen frau dann oft schwerer als ihr selber lieb ist.

Kein alternativer Fakt ist, dass die Vo'n'Dü's zwar an diesem Donnerstag Abend in der Oberuster Halle nicht brillierten gegen die jungen Drachen, aber schlussendlich stabil genug auftraten um, wenn auch mit vorübergehendem Zittern, in den Cup Final am 17. Februar in der Zürcher Saalsporthalle einzuziehen.
Trotz guter Startphase muss man die Leistung auf dem Weg dorthin als .... nun ja, durchzogen bezeichnen. Schnell waren die Vo'n'Dü's 8:2 vorne und irgendwie dachte man wohl, dass das Spiel nun ein Selbstläufer werden sollte. Doch die zu Beginn noch etwas unsicheren Dragons wurden mutiger, fuhren ihre Krallen aus und holten auf 8:4 auf. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, doch man spürte, dass sich so langsam eine explosive Mischung aus mangelnder Intensität, Pech und aufkommender Hektik zusammenbraute, die schon so manchen Favoriten aus dem Cup katapultiert hat. Und tatsächlich, diverse Pfostenschüsse später brach sich zu allem Überfluss Claudia bei einer sehr ungeschickten Verteidigungsaktion einer Gegnerin noch die Nase. Plötzlich stand es nur noch 10:9, die Vo'n'Dü's konnten den Schreck im Gesicht nicht verbergen und spätestens jetzt war alles angerichtet für einen richtigen XXL-Vo'n'Dü's-Sch….abend. Dem Heimteam wollte jedoch auch nicht alles gelingen und es beging trotz oder wegen dem höher angeschlagenen Tempo viele Fehler, was die Vo'n'Dü's in einfache Tore ummünzen konnten. Das Pausenresultat konnte auf 13:10 beschönigt werden, immerhin.

Etwas genervt schritt man in die Kabine. «Aufwachen und einfachen Handball spielen» war das Motto für die zweiten 30 Minuten und dies misslang gleich gründlich… Nach zwei, drei Patzern war Uster wieder auf 13:12 rangekommen…heieiei. Das Spiel wogte nun hin und her, aber die Vo'n'Dü's blieben in dieser wichtigen Phase geduldig und abgeklärt. Zwar scheiterte man oft an der starken Torfrau von Uster, aber trotzdem konnte man sich langsam aber sicher von den nun etwas ungestüm agierenden Gegnerinnen absetzen. Nach 45 Minuten war man mit sechs Tore vorne und auch wenn die Vo'n'Dü's in der Folge wiederum zu wenig konsequent nachsetzten, so reichte es zu einem deutlichen 30:23 Erfolg.

Mit dem Gezeigten war man nicht wirklich zufrieden, aber freuen darf man sich über den Einzug in den Cupfinal allemal. Claudia war zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg zu ihrem Arbeitsort, allerdings für einmal als Patientin… Gueti Besserig!